faktum flakturm - Lieux de memoires und geschichtsvermittlung

kunst als geschichtliche wissensvermittlungsstrategie

kunst, kann durch eine persoenliche, durch die kuenstler/in stattfindende auseinandersetzung
mit der (geschichtlichen)materie, eine neue strategie fuer das bessere vestaendnis,
des sozialen und politischen handelns, ausgerichtete aufarbeitung darstellen.

dahinter steht auch der bezug, dass all die aufarbeitung durch die klassischen repraesentationsweisen
von geschichte und wissensvermittlung dieser, arm und vordergruendig bleibt,
wenn nicht die bezogenheit - der in aktionen auftretenden menschen und menschlichen verbaende
auf vorgegebene verhaeltnisse in gesellschaft, wirtschaft, verfassung, technik, ordnungen und ueberzeugungen inkludiert wird.

wissensvermittlung durch kunst ist demnach eine bereicherung der moeglichkeiten des transfers,
ein kanal zum besseren verstaendnis der umstaende - nach denen wissen, und im speziellen geschichtliches wissen,
welches durch jahrhunderte vor allem dadurch gepraegt war, eine "machtgeschichte" zu ueberliefern, generiert wird.

diese kategorie des kuenstlerischen, die der epischen grenze - der flachen vermittlung -
durch die rein subjektive darstellung der kuenstler/in entgegensteht,
ist eine neue form der kommunikation, bzw auch der forschung
und eine neue bahn in der vermittlung, von mensch durch mensch.

wenn wir die konzeptionen des verstehens in beziehung zur kunst bringen,
welche auch traegerin des geschichtsbildes ist,
so ist das auch im eigentlichen sozialgeschichtlichen sinne anwendbar,
eine vermittlung also, ein selektionsprinzip, auch fuer das,
was jenseits dessen liegt, was "der erwaehnung wert" ist.
das verdraengte, das damals wie heute stattfand und -findet,
damit auch die sicht ausserhalb des lokalen ausschnitts dessen,
was blosse die blosse vermittlung (der geschichte) darstellt, moeglich wird.

zu den strukturen eines verstaendnisses (der geschichte)
gehoert auch immer die notwendigkeit der hinterfragung dessen,
was (geschichtliches) selbstverstaendnis bedeutet,
denn eine gesellschaft ist sowohl im positiven, als auch im negativen sinne,
in verfassung ( dh sowohl rechtlich, als auch wirtschaftlich und speziell geschichtlich).
im besonderen gilt diese konnotation auch vor allem fuer politisch fuehrende schichten.
denn ohne konzeption der konstitutiven kontinuitaet dieser umstaende,
koennte leicht, eine verharmlosende ueberlieferung von traditionen und fakten
durch singulaere gesellschaftsschichtsabhaengige vermittlung, passieren.

da es auch kurzsichtig waere, in solchen formulierungen blosse propaganda
bzw. vorwand und rechtfertigung, fuer eigentliche motive, zu sehen, sei hier kurz erwaehnt,
dass geschichtliche anschauungsformen nur teil dessen sind, was wirkende geschichte umfasst,
blosse kunst koennte natuerlich auch nur einen teilaspekt beleuchten, im klassischen sinne.
jedoch ist es gleichzeitig auch die einzige moeglichkeit diskursive kritik zu ueben,
um traditionen zu hinterfragen, und umstaende zu beleuchten.

die zielsetzung ist das aufzeigen von koevolutionären vermittlungsansätzen und praktischer umsetzung,
die sich an die bereiche kunst, medien, forschung, politik und bildung richtet.
damit nicht museale aspekte im vordergrund stehen,
sondern neue wege der wissensvermittlung beschritten werden koennen.

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Date:
Thursday, May 24